Gottesdienst mit Krippenspiel am Heiligen Abend 2005 in St. Jacobi-Luisenstadt
Musik und Einzug der Krippenspieler
Begrüßung:
P. Früh am Heiligen Abend sind wir zusammengekommen im Namen Gottes
- des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes - um Weihnachten zu
erleben. Große und Kleine, gemeinsam wollen wir die Freude entdecken,
wenn es heißt: Jesus ist geboren. Am Heiligen Abend erzählt
man sich nicht nur die biblische Geschichte von der Geburt Jesu, sondern
denkt auch nach, was man von Weihnachten alles erwarten kann. Wir singen
das
Lied: Tochter Zion 6, 1 - 3
Gedicht: ÑWas man von Weihnachten alles erwarten kannì (Frau Landau)
P. Damit die Menschen wissen, was Weihnachten Sache ist, beginnt jetzt
unser
Krippenspiel (nach einer Vorlage von Anne-Christine Langenbach). Es
ist sozusagen interaktiv, musikalisch kann jeder mitmachen:
Stern:
Bald wird es dunkel, bald wir es Nacht, die Nacht, auf die ihr lang
gewartet, die Nacht, an die ihr lang gedacht.
Ich bin der Stern, ich leucht und schimmer wirdës draußen dunkel,
still und kalt;
doch einst, vergessen werd ichës nimmer, macht ich auf meinem Wege
halt.
Erzählen will ich es euch gerne, was in der langen Nacht geschah,
als ich von großer Himmelsferne hinab auf unsre Erde sah.
Drei Kinder liefen durch die Gassen, ganz aufgeregt, ihr werdetës sehn.
Sie konntenës Reden gar nicht lassen, doch still, sonst könnt
ihr nichts verstehn!
- Hirtenkinder gehen durch den Mittelgang der Kirche -
Simon:
David, warte, nicht so schnell, Hanna kommt gar nicht mit!
David (murrt):
Nun macht schon, es wird dunkel.
Hanna (außer Atem):
Aber die Decke ist so schwer.
David:
Mein Vater wird schon warten.
Simon:
Wir sind ja gleich da.
Hanna:
Ich bin ja so aufgeregt.
David:
So spannend ist eine Nacht auf dem Feld gar nicht.
Simon:
Lass sie doch, schließlich ist sie zum ersten Mal dabei.
- an den Stufen angekommen, zeigt Hanna auf das Publikum: -
Seht ihr die vielen Leute?
Simon:
Ja, ja, die sind wegen der Volkszählung hier.
Hanna:
Wegen was?
David:
Ach, das verstehst du noch nicht!
Simon:
Manche müssen auf der Straße schlafen oder in einem Stall.
Hanna:
Aber wir schlafen am Feuer bei den Hirten.
David:
Aber nur, wenn ihr jetzt langsam mal kommt! - Die Kinder gehen zum
Feuer -
1. Hirt:
Da seid ihr ja!
2. Hirt:
Kommt und wärmt euch, die Nacht ist kalt.
3. Hirt:
Macht euch ein Lager aus den Decken, es ist schon spät.
4. Hirt:
Morgen früh müssen wir weiter.
5. Hirt:
Ich halte Wacht.
6. Hirt:
Dann eine gute Nacht.
- Hirten legen sich hin, schlafen ein und schnarchen (mitmachen) -
- Josef und Maria kommen von der Seite und gehen zur Krippe -
Hanna rüttelt Simon -
Simon, wach auf, alle schlafen!
Simon:
Das sollen wir ja auch.
Hanna:
Aber es hält keiner Wache:
David gähnt:
Was ist los? Warum schlaft ihr nicht?
Simon:
Es hält keiner Wache, Die Hirten schlafen alle.
David:
Das Feuer hält die Tiere fern. Habt keine Angst und schlaft weiter.
- Scheinwerfer an -
Hanna:
Ich kann aber nicht einschlafen. Der Stern dort leuchtet zu hell.
Simon:
Aber das ist gar nicht nur der Stern. Seht doch!
David:
Was ist das?
Hanna:
Engel!
P. Um nicht nur den Glanz der Engel zu sehen, sondern auch ihre Worte zu hören, bitte ich die anwesenden Engel, miteinander das Lied ÑVom Himmel hoch zu singenì (Liederheft 11, 1+5). Welche Engel? Sie, meine Damen, die Frauen der Gemeinde... Und den Schlaf der Hirten können die anwesenden Männer mit einem dezenten Schnarchen begleiten...
Engel (Frauen) singen:
Vom Himmel hoch, da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär,
der guten Mär bring ich so viel, davon ich singen und sagen will.
(Liederheft 11, 1)
1. Engel:
Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige große Freude,
die allem Volke widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren,
welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Engel (Frauen) singen:
ÑSo merket nun die Zeichen recht: die Krippe, Windelein so schlecht,
da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.ì
(Liederheft 11, 5)
- Hirten (Männer) schnarchen weiter -
Hanna:
Träume ich ? Es war so schön!
David rüttelt seinen Vater:
Vater, wach auf! Hier sind Engel gewesen!
1. Hirt:
Was? Wo? Wie? Engel?
2. Hirt:
Ihr habt geträumt!
Simon:
Nein, seid mal still, man hört sie noch!
P. Hören Sie was? Ja, das Lied 16, die Strophen 1 und 3, den Kehrvers kennt doch jeder:
Gemeinde:
ÑHört der Engel helle Lieder klingen das weite Feld entlang, und
die Berge hallen wieder von des Himmels Lobgesang. Gloria in excelsis Deo!ì
(Liederheft 16, 1)
ÑSie verkünden uns mit Schalle, dass der Erlöser nun erschien,
dankbar singen sie heut alle an diesem Fest und grüßen ihn.
Gloria... (Liederheft 16, 3)
3. Hirt:
Das kann ich kaum glauben.
Hanna:
Kommt, wir suchen das Kind.
David:
Aber wo?
Simon:
Ihr habt doch gehört: in einem Stall!
David:
Ställe gibt es hier massenhaft.
- Scheinwerfer schwenkt auf die Krippe -
Hanna:
Seht der Stern bewegt sich. Ich folge ihm.
Simon:
Ich nehme meine Decke mit.
David:
Wartet, ich komme mit!
Alle Mitspieler:
ÑStern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe
hin, zeig, wo sie steht. Leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern
über Bethlehem. Führ uns zum Kind!ì (Liederheft 19, 1)
P. Wir singen alle gemeinsam das Lied ÑIhr Kinderlein, kommetì die Strophen 1 und 3:
- Baby in die Krippe -
Gemeinde:
ÑIhr Kinderlein, kommet, o kommet doch all, zur Krippe her kommet in
Bethlehems Stall, und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater
im Himmel für Freude uns macht.ì
ÑDa liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Josef betrachten es froh, die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.ì (Liederheft 7, 1+3)
Hanna:
Wie ist das süß!
Simon:
Meine Decke bekommt das Kind.
David:
Und mein Halstuch.
Maria:
Vielen Dank! Das ist sehr lieb von euch!
3. Hirt:
Wir haben kein Geschenk.
Josef:
Das macht gar nichts.
Maria:
Ihr müsst es nur allen weitersagen, dass Gottes Sohn geboren ist,
unser Heiland. Er wird Hoffnung in unsere Welt bringen: Hoffnung auf Frieden,
den die Welt so dringend braucht. Er wird Liebe in unsre Welt bringen:
Liebe, die die Menschen einander näher bringt. Er wird Glauben in
die Welt bringen: Glauben, der stark ist, die Welt zu verändern.
Josef:
Darum freut euch und ruft es allen Menschen zu: Christus ist geboren!
Alle rufen:
Christus ist geboren!
Stern:
Ich bin der Stern, ich leuchte immer, damals wie heutë, wenn Weihnacht
ist.
Und ich vergeß es nie und nimmer: Dies ist der Tag des Herren
Christ!
P. Wir singen das
Lied: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich 20, 1+2+6
Predigt: mit Adam und Eva auf dem Weg zur Krippe
P. Liebe Gemeinde,
Glaube, Liebe und Hoffnung bringt Jesus in die Welt. Das macht neue
Menschen aus uns, sagt der Apostel Paulus. Er meint: Wir sind nicht mehr
der alte Mensch, der fern von Gott lebt. Weihnachten, das ist der Tag des
Herrn Jesus Christus, aber auch ein großer Tag für uns... Aber
Sie dahinten, was machen Sie denn da? Wo wollen Sie denn hin?
- Szene mit Adam und Eva und dem Engel -
Ja, das also können wir von Weihnachten erwarten, das Leben bei
Gott. Die gefährliche Schlange endet als Spielzeug, die verführerische
Frucht hängen wir als Schmuck an den Christbaum. Und wir alle singen
das
Lied: Ich steh an deiner Krippen hier 14, 1 - 3
Gebet
P. Laßt uns beten:
- Fürbitte nach Rost/Machalke, S. 149 -
Vater unser
Segen
P. Der Herr, unser Gott, segne und behüte uns.
Er lasse sein Licht für uns leuchten, damit wir uns nicht fürchten.
Er schenke uns Freude aneinander, damit auch wir Freude verschenken.
Er gebe uns seinen Frieden, damit wir ihn hinaustragen in unsere Welt.
G. ÑAmen.ì
Krippenspieler verteilen die Kerzen, Kollektenankündigung: Brot
für die Welt
Josef und Maria brauchten noch keine Kita - aber vielleicht Sie? Die
Gemeinde hat Pläne. Es gibt ein Infoblatt. Sprechen Sie uns an...
Anzünden der Kerzen
Lied: O du fröhliche 5
Musik und Auszug